Sonntag, 27. Oktober 2013

Der Weg zurück ins 'normale' Leben

Ich gehe ihn, diesen Weg und blicke nicht groß zurück. Oder wie Paulus sagte: Ich strecke mich nach dem aus, was vor mir ist. (Phil 3,13) Ich freue mich ehrlich auf all das, was vor mir ist.
Dennoch: das Wort, das Vieles im Moment am Besten beschreibt ist: komisch. Es ist komisch in zivil das Haus zu verlassen. Trotz voller Montur fühle ich mich dabei irgendwie nackt. Der Gedanke, dass ich bald nicht mehr 'mittendrin' bin, im Kloster, ist komisch. Nach Jahren in der Klausur, darf ich dann plötzlich nicht mehr rein.
Aber aus allen 'komisch' wird wohl sehr schnell ein 'normal' werden.
Dann ist es wieder normal, dass mich alle mit meinem Taufnamen ansprechen.
Dann ist es wieder normal, dass ich nicht mehrmals am Tag in der Kirche bin.
Es ist ein Abschied mit vielen kleinen Schritt jetzt und einem gewaltigen Schritt übermorgen. Heute war ich das letzte Mal in einer Rekreation. Gestern habe ich das erste Mal mit meiner eigenen Kreditkarte (die ich am Tag zuvor bekommen hatte) etwas eingekauft und war nach knapp vier Jahren mal wieder beim Friseur.
Und in vierzig Stunden sitze ich Zug. Eine von vielen. Und fahre in ein ganz neues Leben. An Orte, an denen ich noch nie war. Und obwohl es Quatsch ist, werde ich das Gefühl haben, dass mich alle komisch anschauen, weil ich gerade das Klosterleben verlassen habe...

Samstag, 19. Oktober 2013

Ich habe mich entschieden.

Ich gehe. Meine Profess endet in wenigen Wochen und ich werde sie nicht verlängern. Ich steige aus dem Ordensleben aus und ins Berufsleben ein.
Nachdem ich diese Entscheidung vor drei Wochen getroffen habe, war einiges zu erledigen. Gespräche führen, Konto eröffnen, Bewerbungen schreiben, Bleibe suchen, Krankenkassenfrage klären und anderes mehr.
Manche werden sich vielleicht fragen, ob das jetzt nicht ein bisschen schnell ging. Ob ich mir das auch gut überlegt und es durchbetet habe. Und ich muss zugeben, dass die Entscheidung auch für mich schnell und irgendwie überraschend kam. Ich habe nicht das Gefühl sie gründlichst durchdacht und durchbetet zu haben, aber die Entscheidung war da und ich wusste einfach, dass sie richtig ist. Es drängt mich aufzubrechen und etwas anderes zu tun. An neuen Herausforderungen zu wachsen und zu reifen, um dann in einigen Jahren neu zu überlegen wo mein Platz ist.
Bin ich also bindungsunfähig und wankelmütig? Vielleicht. Aber in allem weiß ich mich geborgen in Gottes Hand. Das ist mein Weg mit IHM, der immer mein König, Bruder und geliebter Bräutigam bleiben wird.
Ich bin sehr dankbar für die Zeit, die ich im Kloster verbringen durfte und würde sie gegen nichts tauschen. Es gibt vieles, was ich sehr vermissen werde, aber es gibt auch vieles, auf das ich mich jetzt freue, und ich weiß, dass ich eine Menge "mitnehme", was mir auf meinem weiteren Weg helfen wird.
Allen, die an meinem Weg bisher Anteil genommen haben möchte ich von Herzen danken.
Gott segne euch alle!

Montag, 14. Oktober 2013

Weiterleitung

Ich möchte euch einladen mal in diesen Blog reinzuschauen: http://salome-barefoot.blogspot.de/
Barefoot ... und darum gehe ich ins Kloster. Ich kann nicht anders, als ihn zu lieben.